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ER24G

Frequenzumrichter in Schutzart IP65/66 zur Drehzahlverstellung von Synchron- und Asynchronmotoren 0,18 bis 7,5 kW  - 200 bis 500 V, 1~ und 3~

BLEMO Frequenzumrichter

ER24G

COMPACT-LINE

Der universelle Antrieb von
Blemo - für alle Anwendungen
mit Synchronmotoren und
Asynchronmotoren

 

Version 2 IP65 - Poti, Start-/Stop-Schalter und Lasttrennschalter
Version 1 IP66 - Ohne Schalter
V4 IP65 - Bypass-Schalter, Sollwertumschalter, Poti
V7 IP65 - 5-Stufenschalter
ER24 Klartextdisplay
Version 2 IP65 - Poti, Start-/Stop-Schalter und Lasttrennschalter
Version 1 IP66 - Ohne Schalter
V4 IP65 - Bypass-Schalter, Sollwertumschalter, Poti
V7 IP65 - 5-Stufenschalter
ER24 Klartextdisplay

Innovation

Der ER24G ist die Weiterentwicklung der erfolgreichen Reihe ER22G. Diese neue Produktreihe betreibt Synchron- und Asynchronmotoren.
Der ER24G ist mit seiner überragenden Funktionalität für alle Aufgaben im Maschinen- und Anlagenbau einsetzbar. Neu sind die integrierten Sicherheitsfunktionen STO, SLS, SS1, SMS und GDL, ein direkter PTC-Eingang sowie eine integrierte Synchronmotorfunktion im Open Loop-Verfahren. Programmierbare Funktionsbausteine ermöglichen die Ausführung z.B. Boolscher und arithmetischer Funktionen, Timer, Zähler, Vergleicher und kurzer Automationssequenzen. 
Die Schutzart wurde bei der Version 1 (V1) auf IP66 erhöht, bei Version 2 (V2) mit integrierten Schaltern auf IP65.

Standardmerkmale        

  • 150 anwendungsspezifische Funktionen
  • lackierte Platinen                  
  • RoHs, WEEE konform (Recyclingrate: 88%)
  • CE, UL, CSA, RCM, EAC, ATEX

Integriert:

  • 4-stelliges 7-Segment-Display
  • EMV-Filter (IEC 61800-5-1)
  • Kaltleitereingang PTC
  • Eingang STO (auch zweikanalig)
  • PID-Regler
  • Modbus, CANopen

Optional:

  • mehrsprachiges Klartextdisplay    
  • PROFIBUS DP V1, DeviceNet, EtherCAT, Ethernet/IP, Modbus TCP, POWERLINK und ProfiNet

Ihre Vorteile

  • Zusatzkosten für Schütze, Geber, externe Überwachungsmodule oder Optionskarten fallen nicht an
  • Am Markt einzigartig ist die Sicherheitsfunktion GDL. Schutztüren können dadurch ohne zusätzliche Komponenten vom Frequenzumrichter freigegeben werden.
  • Der Verdrahtungsaufwand wird durch die geringere Komponentenzahl deutlich reduziert.
  • Die lüfterlose IP66/65 Version ermöglicht die einfache Installation außerhalb des Schaltschrankes
  • Integrierter PID-Regler sowie verschiedenen Anschlussmöglichkeiten für Sensoren zur Druck- und Durchflussregelungen direkt am Gerät – ideal für Pumpen, Kompressoren, Lüfter.
  • Zuverlässige, genaue Motorsteuerung
  • Wartungsfrei
  • Erhöhte Schutzart 
  • Einfache Parametrierung

Integrierte Sicherheit
Ohne weitere externe Komponenten

STO: Sicher abgeschaltetes Drehmoment
Freier Auslauf bis Stillstand durch Trennung des Motordrehmoments.
SLS: Sicher reduzierte Geschwindigkeit
Abbremsen, Aufrechterhaltung einer vordefinierten Geschwindigkeit.
SS1: Sicherer Halt            
Stoppen des Motors gemäß einer vordefinierten, sicher überwachten, Rampe. Überprüft, ob der Motor vollständig gestoppt ist oder eine minimale vordefinierte Drehzahl erreicht hat; aktiviert dann die STO Funktion.
SMS: Sichere Überwachung von zwei Motordrehzahlen
STO wird aktiviert, bei Erreichen der Grenzdrehzahlen.
GDL: Sichere Freigabe von Schutztüren
Sichere Steuerung von Schutztüren mit Verzögerung des sicheren Ausgangs.
Safety Integrity Level (SIL 1, 2 oder 3) gemäß
IEC 61508 (Teil 1 und 2)
Performance Level (PL e) gemäß
ISO 13849-1/-2 Kategorie 3

Anwendungsbereiche

  • Drehmomentabhängige Antriebe
  • Fördertechnik
  • Hebetechnik
  • Pumpen und Lüfter
  • Maschinen- und Anlagenbau

Synchronmotoren

Der neue Regelalgorithmus bis 599 Hz für permanent erregte Synchronmotoren ohne Rückführung sorgt für optimierte Leistung und einfachen Anschluss der Motoren. Die sensorlose Vektorregelung stellt das volle Drehmoment ab kleinsten Drehzahlen zur Verfügung. Die patentierte Polradlagevermessung unterstützt alle Synchronmotorentypen und auch Schrittmotoren.   

Versionen

  • Version 1: Grundgerät ohne eingebaute Schalter und Sollwertpotentiometer, Schutzart IP66.
  • Version 1S: Grundgerät, eingebaut ist: abschließbarer Lasttrennschalter, schwarz
  • Version 2: Komplettgerät, eingebaut sind: abschließbarer Lasttrennschalter Rot, Sollwertpotentiometer und Start/Stopp- bzw. Drehrichtungsvorwahl-Schalter, Schutzart IP65.
  • Version 4: Umschalter FU-/Netz-(Not-)Betrieb, Sollwertumschalter, Sollwertpotentiometer, Schutzart IP65
  • Version 7: Grundgerät mit eingebautem 5-Stufen-Schalter, Schutzart IP65.

Häufig gestellte Fragen zum Produkt

Wie starte ich den ER24G?

Alle Seitenzahlen beziehen sich auf die ER24 Programmieranleitung.

1. Schalten Sie die Spannungsversorgung des Umrichters ein, ohne jedoch einen Fahrbefehl (Startbefehl +24V und DI1) zu erteilen. Anschlussplan beachten!

2. Folgende Einstellungen festlegen:

• Stellen Sie die Nennfrequenz des Motors [Standard Motor Freq.] (bFr), Seite 84, ein, wenn die Frequenz nicht 50 Hz lautet.

• Stellen Sie die Motorparameter im Menü [ANTRIEBS DATEN] (drC-), Seite 103, nur ein, wenn die werkseitige Konfiguration des Umrichters ungeeignet ist.

• Stellen Sie die Anwendungsfunktionen im Menü [INPUTS / OUTPUTS CFG] (I_O-), Seite 124, im Menü STEUERUNG] (CtL-), Seite 153, und dem Menü [APPLIKATIONS-FKT.] (FUn-), Seite 167, nur ein, wenn die werkseitige Konfiguration des Umrichters ungeeignet ist.

3. Stellen Sie im Menü [EINSTELLUNGEN (SEt-) folgende Parameter ein:

• [Hochlaufzeit] (ACC), Seite 85, und [Auslaufzeit] (dEC), Seite 85.

• [Kleine Frequenz] (LSP), Seite 85, und

• [Große Frequenz] (HSP), Seite 87.

• [Therm. Nennstrom] (ItH), Seite 85.

4. Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann der Fahrbefehl / Startbefehl verdrahtet werden. (FU startet und fährt los!)

Richtlinien für den Betrieb von Frequenzumrichtern

  1. Um elektromagnetische Verträglichkeit zu erlangen, muss der Umrichter mit einem eingebauten oder externen Funkentstörfilter betrieben werden.

  2. Bei Verwendung von abgeschirmten Leitungen zwischen Umrichter und Motor muss der Schirm beidseitig auf Erde gelegt sein. Kabelunterbrechungen sind möglichst zu vermeiden. Ist es notwendig das Kabel zu trennen, z.B. um einen Motorschütz einzubauen, dann muss die Kabelabschirmung auf möglichst direktem Weg durchverbunden werden. Dabei ist zu beachten, dass die niedrigste mögliche HF- Impedanz erreicht wird.

  3. Je kürzer das Kabel ist, umso geringer sind Funkstörung und Ableitstrom. Die maximal möglichen Leitungslängen sind zu berücksichtigen.

  4. Um Störeinflüsse auf die Steuereingänge zu vermeiden, sollten Steuerkabel immer abgeschirmt sein. Der Schirm ist an der dafür vorgesehenen Kabelschelle am Umrichter aufzulegen. Wird der Schirm zusätzlich an einem Regelgerät aufgelegt, muss auf Potentialgleichheit der Massepunkte geachtet werden.

  5. Steuerkabel sollten möglichst keine Leistungskabel kreuzen. Wo sich das nicht vermeiden lässt, ist eine rechtwinklige Kreuzung empfehlenswert.

  6. Eine getrennte Verlegung von Steuer- und Leistungskabeln ist anzustreben. Müssen die Kabel parallel verlegt werden, z.B. auf der gleichen Kabeltrasse, so ist ein möglichst großer Abstand (> 20 cm) zu wählen.

  7. Die Abschirmung der verlegten Kabel sollte möglichst eine niedrige HF-Impedanz haben. Deshalb ist Kupfergeflecht einem Stahlgeflecht vorzuziehen.

  8. Der HF-Übergangswiderstand an den Verbindungspunkten zwischen Abschirmung und Gehäuse muss so niedrig wie möglich gehalten werden. Schmutz-, Farb- und Isolationsreste auf Gehäuse und Abschirmung im Bereich der Verbindungen sind deshalb zu entfernen. Für die Verbindung der Abschirmung sollten prinzipiell die dafür vorgesehenen Kabelschellen bzw. Quetschverbindungen verwendet werden. Vorteilhaft ist die Verwendung von Erdungsverschraubungen.

  9. Die Abschirmung sollte so nah wie möglich an den Kabelklemmen auf das Gehäuse aufgelegt sein. Längere, freie Kabelenden wirken als Antennen.

  10. Bei nichtabgeschirmten Kabeln sollten die Kabeladern verdrillt sein und Ausgangsfilter verwendet werden.

Wie lässt sich beim ER24 ein Parametersatz aus dem Grafikdisplay in den Umrichter laden ?

1. Grafikdisplay über ein Modbuskabel mit der Modbusschnittstelle
(RJ45-Stecker) am Frequenzumrichter ER24 verbinden.

2. Netzspannung zuschalten

3. So oft „ESC“ drücken, bis Hauptmenü erscheint

4. Punkt „4 Open / Save as“ anwählen und „OK“ drücken

5. Punkt „4.1 Kopie auf Umrichter“ anwählen und „OK“ drücken

6. Den gewünschten Datensatz (z.B. „Datei 1“) auswählen und „OK“
drücken.

7. Es erscheint das Untermenü „Download group“. Nun „Alle“
anwählen und „OK“ drücken.

8. Im Display erscheint: „Überprüfen Sie die Verbindung zum
Umrichter“ „ESC = Abbr. OK=Übernehmen“, Nun „OK“ drücken.

9. Nach fehlerfreiem Speichern im Display erscheint: „Übertragung
vollständig“ „OK ODER ESC ZUM FORTFAHREN“
Nun „ESC“ oder „OK“ drücken.

10. Durch mehrfaches Drücken von „ESC“ zum Ausgangspunkt (z.B.
„Hauptmenü“) zurückkehren.

Wie lässt sich beim Frequenzumrichter ER24 die +/- Drehzahl einstellen ?

Ausgehend davon, dass der ER24 sich in der Werkseinstellung befindet, sind im gestoppten
Zustand (Display: rdY) folgende Einstellungen auszuführen:

1. ENT drücken und den COnF-Modus auswählen, dann wieder ENT drücken

2. Zuerst den Punkt "FULL" auswählen, herunterscrollen bis zum Parameter LAC und diesen
auf AdV oder EPr einstellen, >2s ENT drücken und damit speichern, dann ESC drücken,
bis wieder LAC im Display steht.

3. Zum Menü Steuerung CtL- scrollen, ENT drücken, den Parameter FR2 aufsuchen und auf
UPdt einstellen

4. Im Menü Steuerung CtL- den Parameter rFC auf FR2 einstellen

5. Das Menü Applikationsfunktionen FUn- aufrufen und dort den Parameter UPd- anwählen

6. Jetzt den Parameter "USP" aufrufen und für die Zuordnung „+ Drehzahl“ einen
freien Eingang auswählen z. Bsp. LI5

7. Zuletzt den Parameter "dSP" aufrufen und für die Zuordnung „- Drehzahl“ einen freien
Eingang auswählen z. Bsp. LI6
Über den Eingang DI5 wird die Drehzahl erhöht und über den Eingang DI6 wird die Drehzahl
reduziert.

Wie setze ich den ER24 auf Werkseinstellung zurück?

1. Parameter FrY[PARAMETER GRUPPE] aufrufen und ALL [Alle] anwählen, mit ENT abspeichern und
danach mit ESC aus dem Parameter herausgehen.

2. Parameter GFS [GOTO WERKSEINST] aufrufen und YES [Ja] anwählen, dann die ENT-Taste mindestens
2 Sekunden zum Abspeichern gedrückt halten.

Wie werden die Schaltstufen beim ER24-...G-V7 programmiert?

Bitte laden Sie sich die Datei ER24-...G-V7 5-Stufenschalter herunter.

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